Kosten für die anwaltliche Tätigkeit

Vereinbarte Vergütung

Bei den meisten umfangreicheren Angelegenheiten lässt sich die gesetzliche Vergütung im voraus nicht genau abschätzen. Denn der Streitgegenstand (im Familienrecht z. B. der Unterhalt, im Erbrecht z. B. der Pflichtteil), aus dem sich der Gegenstandswert ermittelt, steht oft nicht von vorneherein fest, sondern muss erst berechnet werden. Daher ist es dem Rechtsanwalt zu Beginn des Mandats oft nicht möglich, den Mandanten über die konkret anfallenden Kosten zu informieren. Allenfalls ist eine grobe Abschätzung möglich. Daher bietet sich die Vereinbarung einer Stundenvergütung an. Die monatliche Abrechnung ermöglicht sowohl dem Rechtsanwalt als auch dem Mandanten eine genaue Übersicht über den erbrachten Zeitaufwand und die angefallenen Kosten. So besteht allzeit die Möglichkeit, die Beauftragung entsprechend zu steuern.

Nach Informationen der Rechtsanwaltskammer Stuttgart variieren die Stundensätze der deutschen Rechtsanwälte stark voneinander. Das Soldan Institut hat einen Durchschnittspreis in Höhe von 182,00 ¤ pro Stunde ermittelt. 44 % aller Rechtsanwälte berechnen als Höchstsatz einen Stundenpreis zwischen 200,00 ¤ und 300,00 ¤. Die Mehrheit der Anwaltskanzleien im Kammerbezirk Stuttgart orientiert sich bei ihren Stundensätzen am mittelpreisigen Segment, das heißt jenseits von Stundensätzen in Höhe von 150,00 ¤ netto. Diese Preispolitik wird als absolut zutreffend beschrieben, zumal schon Kanzleigründern geraten wird, grundsätzlich nicht weniger als 125,00 ¤ in Ansatz zu bringen, da erst jenseits von 150,00 ¤ überhaupt eine schwarze Null geschrieben wird. Dabei ist auch zu beachten, dass die von einem Rechtsanwalt gearbeiteten Stunden regelmäßig nicht voll abgerechnet werden können.

Die Höhe des Stundensatzes ist grundsätzlich abhängig von der Spezialisierung und der Berufserfahrung des Rechtsanwalts, der örtlichen Lage der Kanzlei (in der Stadt oder auf dem Land) sowie der Schwierigkeit und dem Umfang des übertragenen Mandats. Wer also einen spezialisierten Rechtsanwalt in einer größeren städtischen Kanzlei mit einem rechtlich anspruchsvollen Mandat betraut, muss mit einem deutlich höheren Stundensatz rechnen als der Kunde eines jüngeren Allgemeinanwalts auf dem Land, der ein Alltagsproblem lösen soll.

Dank meiner günstigen Kostenstruktur kann ich meinen Mandanten einen preiswerten Stundensatz anbieten. Dieser beträgt im Familienrecht im Hinblick auf meine Spezialisierung und Berufserfahrung 150,00 ¤ netto und in den anderen Fachgebieten 125,00 ¤ netto, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Nach den gesetzlichen Vorschriften bedarf eine Vergütungsvereinbarung der Textform und muss als solche bezeichnet sein. Die Auftragserteilung darf darin enthalten sein, andere Vereinbarungen müssen jedoch deutlich davon abgesetzt sein. Die Vergütungsvereinbarung muss gesondert von der Vollmacht erteilt werden. Außerdem hat die Vergütungsvereinbarung einen Hinweis darauf zu enthalten, dass die gegnerische Partei, ein Verfahrensbeteiligter oder die Staatskasse im Falle der Kostenerstattung regelmäßig nicht mehr als die gesetzliche Vergütung erstatten muss.